Melanie

Melanie, Stuntfrau

Wenn man nervenzerreißende Actionszenen in Filmen sieht und der Adrenalinspiegel so richtig hochschnellt, ist womöglich sie im Spiel: Stuntwoman Melanie. Ihr gefährliches Spezialgebiet sind Hochgeschwindigkeits-Stunts mit Autos. Uns verrät sie, wie sie bei einem so stressigen Job ruhig bleibt, warum Selbstpflege eine große Rolle in ihrem Leben spielt und wie sie sich in ihrer eigenen Haut wohlfühlt.

Stuntfrau bin ich eigentlich nur zufällig geworden: Eine Freundin fragte, ob ich sie zu einem Stunt-Workshop begleiten wolle, und es klang – irgendwie lustig … An eine Karriere hatte ich dabei nicht eine Sekunde gedacht! Ich ging mit – und zwei Jahre später war ich bereits Vollzeit-Stuntfrau. Wenn die Leute hören, welchen Beruf ich ausübe, reagieren sie auf zwei Arten. Die einen denken: „Wow! Sie steht im Rampenlicht“ (was nicht stimmt), und finden dich irgendwie cool. Die anderen reagieren skeptisch bis irritiert und fragen mich: „Warum tust du das?! Es ist wahnsinnig gefährlich, diese ganzen Auto-Crashs!“

Eine Stuntfrau zu sein verlangt viel von deinem Körper, du musst sehr sportlich sein. Aber etwas ist noch wichtiger: die Fähigkeit, „um die Ecke zu denken“, spontan und kreativ zu sein und ruhig zu bleiben. Man darf keine Angst haben … aber Respekt, denn der Job ist ein Spiel mit der Gefahr.

Auf großen Produktionen zu arbeiten, sieben Tage die Woche, 24 Stunden am Tag, das ist sehr anstrengend. Aber ich komme damit zurecht, indem ich mich gut pflege – innerlich und äußerlich. Ich meditiere und mache jeden Morgen Yoga, meine freien Tage verbringe ich mit Wellness oder Sport. Auf diese Weise schaffe ich es, meinen Job wirklich zu genießen. Um meine Haut zu pflegen, nehme ich jede Nacht ein Bad und spende ihr reichlich Feuchtigkeit – das entspannt auch wunderbar. Wenn ich ein Stunt-Double für eine Schauspielerin bin, muss ich übrigens in der Regel viel Haut zeigen; das kann zu Narben führen – und blaue Flecken habe ich eigentlich immer irgendwo! Um meine Haut muss ich mich also besonders gut kümmern.

Es kommt mir immer noch unwirklich vor, für diese Kampagne ausgewählt worden zu sein. Ich bin wirklich selten sprachlos, aber in dem Moment war ich es. Ich konnte nicht glauben, dass Dove mich nur wegen meiner Geschichte ausgewählt hatte, ohne mich auch nur einmal gesehen zu haben. Es ist fantastisch – und zeigt: Alles beginnt damit, sich in seiner eigenen Haut wohlzufühlen. Es hilft, an sich selbst zu glauben; und sich das Leben schön zu machen.