Wie du dein Selbstbewusstsein stärkst

 

Wie du dein Selbstbewusstsein stärkst

Wenn du an einem geringen Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl leidest, kann sich das negativ auf dein Kind auswirken. Nutze unsere Checkliste, um weniger selbstkritisch zu sein, und stärke im selben Zuge das Körperselbstbewusstsein deines Kindes.

Bist du ein Selbstkritiker?

Vielleicht sagst du deinem Kind jeden Tag, dass es schön ist. Aber wenn dein Kind mitbekommt, wie du dich selbst und dein Äußeres ständig kritisierst, kann sich das negativ auf sein Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein auswirken.

Wenn es um die eigene Schönheit geht, sind Frauen selbst ihre härtesten Kritiker. Nach dem Dove Global Beauty and Confidence Report 2016 haben nur 34 % der Frauen in Deutschland ein hohes Körperselbstbewusstsein. „Mirror, Mirror“, eine Studie des Social Issues Research Centres, hat herausgefunden, dass Frauen sehr viel selbstkritischer mit ihrem Aussehen umgehen als Männer – die Wahrscheinlichkeit, dass eine Frau ihr Spiegelbild mag, ist erschreckend gering.

„Wir müssen uns der negativen Kommentare, die wir tagtäglich über unseren eigenen Körper oder unsere Essgewohnheiten abgeben, bewusster werden. Nur so können wir mit gutem Beispiel vorangehen und unsere Töchter davor schützen, unsere Unsicherheiten zu übernehmen“, sagt Psychologin Dr. Phillippa Diedrichs. „Sich in seiner eigenen Haut wohlzufühlen und den eigenen Körper zu schätzen kann in der heutigen Zeit eine Herausforderung darstellen. Je liebevoller du mit dir selbst umgehst, desto einfacher wird es auch für deine Tochter, positiv mit ihrem Aussehen umzugehen und ein gesundes Körperselbstbewusstsein zu entwickeln.“

Leite dein Kind nicht zu Selbstkritik an

Wenn du nicht zu den glücklichen 20 % gehörst, die zufrieden mit ihrem Aussehen sind, ist es an der Zeit, dass du darüber nachdenkst, welche Auswirkungen deine Selbstkritik auf deine Tochter haben kann.

„Viele Frauen sind sich ihrer ständigen Selbstkritik nicht einmal bewusst. Dabei können sie mit diesen Aussagen unterschwellig das Körperselbstbewusstsein ihrer Töchter negativ beeinflussen und ihnen das Gefühl geben, es sei normal, kritisch oder unzufrieden mit dem eigenen Aussehen zu sein“, sagt Dr. Diedrichs.

Eine aktuelle Umfrage aus Großbritannien hat gezeigt, dass selbstkritische Kommentare über den eigenen Körper von unseren Kindern aufgenommen werden und auf ihre Verhaltensmuster einzahlen können: Wenn eine Frau nur drei bis fünf Minuten einer anderen Frau dabei zuhört, wie sie ihren Körper schlechtmacht, nimmt das bereits einen negativen Einfluss auf ihr eigenes Körperselbstbewusstsein.

Also was können wir tun, um zu verhindern, dass unsere Kinder diese schlechte Angewohnheit übernehmen?

Wie du an Selbstbewusstsein gewinnst, indem du liebevoller zu dir bist

Es ist nicht immer einfach, eine positive Einstellung zum eigenen Körper zu haben, wenn dein Kind dabei ist – vor allem wenn du dich gerade gar nicht danach fühlst. Aber wenn du dich bemühst, dein Körperselbstbewusstsein nach außen zu tragen, hilfst du deinem Kind, positiver mit seinem Aussehen umzugehen.

Sobald du die negativen Kommentare hinter dir gelassen hast, wird es Zeit, positiv zu denken. Wenn du die Form deiner Hüften magst und dich nach dem Yoga wohlfühlst, sag es. Wenn du der Meinung bist, dass dir deine neue Frisur oder das schöne neue Kleid gut stehen, mach den Mund auf. Vielleicht fühlst du dich zuerst etwas gehemmt, aber dein neues selbstsichereres Ich wird Wunder bei deinem Selbstbewusstsein bewirken – und bei dem deines Kindes auch.

  • 1.

    Sei vorsichtig mit beiläufigen Kommentaren

    Denk darüber nach, wie du über deinen Körper sprichst, wenn dein Kind dabei ist. Wenn du häufig Dinge sagst wie „Findest du, dass diese Jeans mich dick aussehen lassen?“, „Ich muss dringend etwas gegen meinen Rettungsring unternehmen“ oder „Meine Haare sehen heute einfach nur schrecklich aus“, wird es höchste Zeit, die negativen Kommentare sein zu lassen

  • 2.

    Sei liebevoll zu dir selbst

    Lächle dich selbst an, wenn du in den Spiegel guckst, und suche dir täglich eine Sache an dir aus, die du besonders magst

  • 3.

    Sei positiv

    Mach dir selbst und deinem Körper Komplimente und sprich sie laut aus. Je mehr positive Dinge du sagst, desto eher glaubst du sie auch

  • 4.

    Schreibe dir selbst kurze Nachrichten

    Schreibe positive Nachrichten darüber, wie du dich fühlst, oder darüber, was du an dir magst, auf Post-its und verteile sie bei dir zu Hause. Nachrichten wie „Hallo, Hübsche“ oder „Du bist perfekt, so wie du bist“ sind tolle Erinnerungen für dich und dein Kind

Nächste Schritte

  • Sprich mit deinem Kind. Hat es den Eindruck, dass du dich häufig selbst kritisierst? Was löst das in ihm aus?
  • Schließt einen Pakt ab, dass dich dein Kind immer darauf hinweisen soll, wenn du dich selbst kritisierst. Wenn du es schaffst, eine ganze Woche lang keine Selbstkritik zu üben, könnt ihr euch eine gemeinsame Belohnung gönnen